Es ist gar nicht so leicht, in einen kurzen Blogpost zu packen, was in den letzten zwei Jahren so bei White Concepts los war. Gefühlt war es eine Achterbahnfahrt in Lichtgeschwindigkeit – aufregend, magisch, zermürbend, hoffnungsvoll. Tage, an denen man das Gefühl hat unverwundbar zu sein und genau den richtigen Kurs zu fahren wechseln sich ab mit jenen, an denen man einfach nur zurück ins Bett kriechen möchte. Es war mir eigentlich beim Schreiben dieser Zeilen ein großes Anliegen, das böse C-Wort nicht mit einfließen zu lassen, dabei sieht die Realität aber so aus: Ich arbeite seit 25 Monaten bei White Concepts – davon 7 Monate ohne Pandemie. Mein Alltag in diesem wunderbaren Job ist irgendwie schon von ihr geprägt. Die Pandemie – also eigentlich das böse P-Wort – ist seit 18 Monaten unsere stetige Begleiterin. Wir haben uns an sie gewöhnt, mir ihr arrangiert aber nicht. 

Ilka Schischke – Store Managerin bei White Concepts

Als ich bei White Concepts anfing, kam ich in den Genuss vieler Dinge, die ich im Nachhinein umso mehr zu schätzen weiß. In meiner ersten Woche besuchte uns der Vertreter eines neues Labels aus Spanien, der Beginn einer schönen Zusammenarbeit. Er kam mit zwei riesigen Koffern voller wunderschöner Kleider zu uns nach Aachen, wir tranken gemeinsam Kaffee und konnten uns von der tollen Qualität der Kleider überzeugen. Während meiner ersten Anproben spürte ich die Magie dieses Jobs, schaute in die strahlenden Gesichter glücklicher Bräute, oft umarmten wir uns zum Abschied, weil man sich in den zwei Stunden so ans Herz gewachsen war. Im Herbst kam unsere liebste Designerin aus Berlin zu Besuch, wir machten gemeinsam einen Designer Day im Store. Kurz darauf feierten wir unseren 2. Geburtstag – mit tollen Gästen, leckerem Essen und fabelhafter Live-Musik. Es kommt mir manchmal so vor, als wäre all das erst gestern passiert, gleichzeitig fühlt es sich so weit weg an. 

Inzwischen ist es fast normal für uns geworden, den Bräuten zur Begrüßung und zum Abschied bloß ein Lächeln zu schenken, welches sie unter unserer Maske erahnen können. Neue Designer über Zoom-Calls kennen zu lernen. Neue Kollektionen über Zoom-Calls kennen zu lernen. Mit den Bräuten zu bangen, ob und in welchem Rahmen ihre Hochzeiten stattfinden können. Ihnen zu sagen „Fühl dich gedrückt“, anstatt sie tatsächlich zu umarmen. Liefertermine sind genauso flexibel geworden, wie die Zusagen der Regierung, was finanzielle Unterstützung angeht. Doch ich möchte eigentlich gar nicht so viel darüber sprechen, mit was wir in den letzten anderthalb Jahren so kämpfen mussten. Stattdessen möchte ich euch anlässlich unseres 4. Geburtstages lieber erzählen, was wir in der letzten Zeit dank der Pandemie erlebt und gelernt haben und auf was wir uns unendlich freuen, wenn der ganze Spuk mal vorbei ist.

Emotionale Augenblicke im Bridal Showroom

Ilka Schischke im White Concepts Fitting Room

Emotionen zu vermitteln und zu empfangen ist zunächst gar nicht so einfach, wenn man Maske trägt, denn das halbe Gesicht ist verdeckt. Wir haben gelernt, dass nicht nur wir den Wohlfühlfaktor an unsere Bräute vermitteln können, sondern auch unser Showroom. Daher haben wir während des Lockdowns und danach viel Arbeit und Liebe in die Neugestaltung unseres Fitting Rooms gesteckt. Zudem wird man mit der Zeit einfach feinfühliger, man lernt den Menschen wieder mehr in die Augen zu schauen und der Begriff „Strahlen übers ganze Gesicht“ bekommt in Zeiten des Mund & Nasenschutzes eine ganz neue Bedeutung. Dennoch freuen wir uns unheimlich darauf, unseren Gästen wieder die Hand zu reichen und unsere Bräute auch mal zu umarmen. Macht euch also auf ganz viel Liebe gefasst!

Ausbau & Pflege unserer White Concepts Kollektion

Sarah und ich haben beide vor WHITE CONCEPTS nie im Einkauf gearbeitet. Sarah war im Vertrieb, ich im Verkauf & Merchandising – und wir sind beide begeisterungsfähige Frauen, die schöne Dinge lieben. Was den Einkauf angeht, haben wir natürlich auch vor der Pandemie schon auf gewisse Dinge geachtet, zum Beispiel auf die Standards in der Produktion, darauf wo die Kleider herkommen und wer sie anfertigt, welche Materialien verwendet werden… Doch in den letzten beiden Jahren haben wir sehr viel dazu gelernt. Wir haben gelernt, wie wertvoll es ist, mit Labels zu arbeiten, die einwandfrei großartige Qualität liefern, sodass man auch Kleider „blind“ bestellen und sich trotzdem sicher sein kann, dass sie wundervoll sind. Vor allem die Zusammenarbeit mit anderen Frauen, die sich selbst etwas aufgebaut haben und wissen, wie herausfordernd die aktuellen Zeiten für junge, kleine Unternehmen sind, hat uns sehr bestärkt. Wir haben so viel Flexibilität erlebt, aber natürlich auch einige Herausforderungen angetroffen. Es gab die ein oder andere Zitterpartie und unsere Nerven sind auf jeden Fall um Einiges strapazierfähiger geworden. Wer weiß ob wir ohne die Pandemie so schnell so viel über den Einkauf gelernt hätten. Wir lieben die enge Zusammenarbeit mit unseren Designerinnen und freuen uns schon unheimlich darauf, sie bald wiederzusehen und mit ihnen gemeinsam Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. 

Brautkleider aus der Kollektion von White Concepts

White Concepts Team Liebe

Als Sarah und ich uns im April 2019 kennen lernten, hatten wir gleich ein gutes Gefühl, was unsere zukünftige Zusammenarbeit angehen würde. Sarah hatte WHITE CONCEPTS bis dahin allein gemanagt, zwar hier und da mit Unterstützung, aber im Grunde konnte sie alle Entscheidungen allein treffen und musste sich nur auf sich selbst verlassen. Ich hingegen war es total gewöhnt, dass andere die wichtigen Entscheidungen treffen, ich war einfach ein kleines Rad in einer großen Maschine. Das war natürlich auch der vorherrschende Grund, mich grundsätzlich nach etwas anderem umzuschauen. Sarah musste also ein wenig loslassen und ich musste mutiger werden. Mein Start war ein Sprung ins kalte Wasser und ich würde nicht sagen, dass das Wasser seitdem viel wärmer geworden ist – einfach weil die aktuelle Situation etwas ist, dass niemand von uns bisher erlebt hat und für die es kein Handbuch gibt. Auch wenn es bei uns manchmal chaotisch zugeht und wir auch nicht immer einer Meinung sind, haben wir uns unheimlich gut miteinander eingegrooved und einen starken Zusammenhalt aufgebaut. Wir geben einander Kraft & Zuversicht und können uns immer aufeinander verlassen. Es gibt viel Vertrauen, Offenheit und Freude und den unbändigen Willen, aus jeder Herausforderung gemeinsam zu lernen und daran zu wachsen, aus allem etwas Positives zu ziehen. Das vereint uns und ich freue mich darauf, die gute Basis, die wir uns gemeinsamen erarbeitet haben, unter ganz normalen Umständen wachsen und weiter aufblühen zu sehen. Gemeinsame Projekte ohne Einschränkungen planen zu können, gemeinsame Reisen im Namen der Brautmode anzutreten, gemeinsam Pläne zu schmieden, von denen man weiß, dass die Umsetzung allein in unserer Hand liegt – darauf freue ich mich unheimlich. 

What’s next for WHITE CONCEPTS?

Ich kann euch an dieser Stelle natürlich nichts Genaues verraten, aber ich kann euch sagen: wir haben Einiges vor. Gerade ist unser Team um eine weitere Powerfrau gewachsen, die uns zukünftig bei den Anproben unterstützt. Wir haben dieses Jahr mit Vera Wang Bride unser erstes großes Label hinzugefügt und freuen uns darauf, euch die wunderbaren Kleider ab Oktober bei uns im Showroom zu zeigen. Soviel sei gesagt: wir bleiben unserer coolen, minimalistischen Linie treu, aber ein bisschen Tüll und Glitzer darf schon sein 😉

Darüber hinaus haben wir noch ein paar weitere coole Labels auf unserer Agenda, freuen uns auch in Zukunft tolle Projekte mit lokalen Dienstleister/innen zu realisieren und vor allem freuen wir uns auf viele glückliche WHITE CONCEPTS brides 🙂

Sarah Bien & Ilka Schischke von White Concepts – The Bridal Showroom

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